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BundesmodellprojektTANDEM - Besondere Hilfen für besondere Menschen im Netzwerk der Behinderten- und Suchthilfe

Laufzeit: 01.08.2018 bis 31.07.2021

TANDEM Logo: zwei Kreise als Gesichter, die ineinander verhakt sind

Hintergrund

Am 01. September 2018 startete mit einer dreijährigen Laufzeit das vom Bundesministerium für Gesundheit geförderte Bundesmodellprojekt TANDEM– Besondere Hilfen für besondere Menschen im Netzwerk der Behinderten- und Suchthilfe.

Inklusion und Normalisierungskonzepte führen zu Veränderungen in der Lebenswelt von Menschen mit geistiger Behinderung / Lernschwierigkeiten. Eine selbstständigere und unabhängigere Lebensführung birgt aber zugleich auch mehr Möglichkeiten Suchtmittel zu erwerben und zu konsumieren. Dabei ist das Risiko für einen Substanzmissbrauch mindestens dem von Menschen ohne geistige Behinderung / Lernschwierigkeiten gleichwertig. Bei einer bestehenden Problematik stehen Sucht- und Behindertenhilfe meist vor einer großen Herausforderung.

Ziele

Um Menschen mit geistiger Behinderung und einem Suchtproblem eine adäquate Unterstützung anbieten zu können, müssen die Hilfeangebote bedarfsgerecht ausgestaltet sein. Zentral ist dabei die Vernetzung der Behinderten- und Suchthilfe.

Hier setzt TANDEM konkret an: Jeweils eine Einrichtung der Sucht- und Behindertenhilfe agieren gemeinsam als Projekttandem. Die Fachkräfte werden in der Anwendung ausgewählter Hilfsangebote geschult und setzen diese an ihrem Projektstandort gemeinsam um. Es werden zwei bereits erprobte Konzepte aus den Niederlanden adaptiert und durch das von der LWL-KS entwickelte selektive Suchtpräventionsprogramm „SAG NEIN!“ ergänzt.

SUMID –Q ist ein niederländisches Screeninginstrument (Fragebogen) zur Einschätzung des Schweregrades eines problematischen Substanzkonsums bei Menschen mit einer geistigen Behinderung.

Sag NEIN! richtet sich als selektives Präventionsprogramm an Schülerinnen und Schüler von Förderschulen mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung. Das Programm ist dabei dem Lernverhalten angepasst. Im Projektverlauf wird das Programm an weitere Settings der Behindertenhilfe angepasst.

Less Booze or Drugs (LBoD) ist eine niederländische, kognitiv verhaltenstherapeutische Maßnahme mit 12 Einzel- und 12 Gruppensitzungen. Das Programm berücksichtigt zentrale Aspekte der kognitiven Verhaltenstherapie und hat diese für die Zielgruppe angepasst.

Die Materialien sowie deren Umsetzung werden jeweils auf deutsche Verhältnisse und unterschiedliche Settings der Sucht- und Behindertenhilfe angepasst und im Projektverlauf gemeinsam mit allen Projektbeteiligten gender- und zielgruppengerecht weiterentwickelt. Menschen mit geistiger Behinderung werden an der (Weiter-)Entwicklung der Maßnahmen beteiligt.
Zusätzlich werden weitere bereits bestehende Präventions-, Beratungs- und Behandlungsangebote für Menschen mit geistiger Behinderung und Suchtproblemen systematisch erfasst und in einer Online-Datenbank bereit gestellt.

Projekterweiterung

Inhaltlich gibt es seit August 2019 eine Projekterweiterung um das Thema Prävention internetbezogener Störungen für Menschen mit geistiger Behinderung/ Lernschwierigkeiten. In diesem Zusammenhang findet im Herbst 2019 ein Fachgespräch mit allen Projektfachkräften und weiteren Expert*innen statt. Die LWL-Koordinationstelle Sucht entwickelt verschiedene Methoden zum Thema aus denen zusammen mit den Fachkräften ein Präventionstag konzipiert wird. Dieser wird im Laufe des Projektes von den teilnehmenden Standorten im Rahmen von Sag Nein! oder als zusätzlicher Präeventionstag implementiert und erprobt.

Rahmenbedingungen

TANDEM startete am 01.09.2018 mit einer Projektlaufzeit von drei Jahren.
Das Projekt wird an insgesamt drei bundesweiten Modellstandorten von jeweils einer Einrichtung der Sucht- und einer Einrichtung der Behindertenhilfe gemeinsam umgesetzt.
Das Projekt wird durch die FOGS GmbH wissenschaftlich evaluiert und durch einen Fachbeirat begleitet.

Beteiligte Einrichtungen

Insgesamt sind aus elf verschiedenen Bundesländern 21 Tandem-Bewerbungen, von jeweils einer Einrichtung der Sucht- und Behindertenhilfe eingegangen. Aus ihnen geht hervor, welchen Stellenwert das Thema Sucht und Substanzkonsum bei Menschen mit geistiger Behinderung/Lernschwierigkeiten in Einrichtungen der Behinderten- und Suchthilfe derzeit hat.
 

In Abstimmung mit dem BMG wurden im Fachbeirat anhand festgelegter Kriterien folgende Einrichtungen für die Teilnahme am Projekt ausgewählt:

Caritas Wohnhaus Ascheberg, Caritasverband für den Kreis Coesfeld e.V.

Ascheberg, Nordrhein-Westfalen

zusammen im TANDEM mit

Beratungsstelle für Menschen mit Suchtproblemen, Caritasverband für den Kreis Coesfeld e.V.

Coesfeld, Nordrhein-Westfalen


 

Werkstatt Bremen - Martinshof, Stadtgemeinde Bremen

Bremen

zusammen im TANDEM mit

Ambulante Suchthilfe Bremen gGmbH

Bremen


 

Pfeiffersche Stiftungen Bereich Arbeiten + Teilhabe

Magdeburg, Sachsen-Anhalt

zusammen im TANDEM mit

Jugend- und Drogenberatungsstelle DROBS Magdeburg, gemeinnützige PARITÄTISCHE Sozialwerke-PSW-GmbH

Magdeburg, Sachsen-Anhalt

Unsere TANDEM-Newsletter

Hier stellen wir Ihnen die im Projekt erstellten Newsletter als kostenfreies PDF-Dokument zur Verfügung:

Markus Wirtz

Projektleitung

markus.wirtz@lwl.org

Tel: 0251/591-4837

Fax: 0251/591-5484

Markus Wirtz

Linda Tefke

Projektkoordination

linda.tefke@lwl.org

Tel: 0251/591-6384

Fax: 0251/591-5484

Linda Tefke

Linda Weweler

Projektkoordination

linda.weweler@lwl.org

Tel: 0251/591-6383

Fax: 0251/591-5484

Linda Weweler